Konzept

Für Kinder im Vor- und Grundschulalter:

„JEDEM KIND SEINE EIGENE GEIGENSCHULE“

u1So, wie Kinder ihre Muttersprache durch Imitation lernen, lernen sie über das Hinhören und das kindlich natürliche Nachahmen die Töne der Musik zu entdecken.

Diese Entdeckungsreisen finden im ersten Schritt ohne das ablenkende Lesen der Noten statt. Die Kinder setzen sich so zuerst mit dem Hören, dem Erleben in der Musik und mit ihrem Instrument auseinander und erfahren, dass selbst komplizierte Bewegungsabläufe leichter bewältigt werden können, wenn sie eine musikalische Idee ausdrücken. Das ist zunächst ein einfaches Liedmotiv, häufig mit selbst erfundenen Texten unterlegt, die nicht selten aus dem Moment heraus erfunden werden, immer Bezüge zum Kind selbst haben (z.B. Tierwelt, Jahreszeiten, Ferien, Geburtstage, Einschulung und Hobbies…).
Durch die Inhalte dieser Lieder lernen sie spielerisch verschiedene Rhythmen, die der Text vorgibt, und alle dynamischen Abstufungen, die sich durch Stimmungen ausdrücken, wie zum Beispiel ein Forte beim Gewitter, ein Crescendo bei aufsteigender Flut oder ein Piano beim Flüstern und ein Decrescendo beim Einschlafen … So wird von Anfang an mit musikalischem Ausdruck gespielt und der Grundstein für differenzierte Klangkultur gelegt.
Es entsteht für jedes Kind ganz individuell eine eigene Violinschule, gemessen an seinem Tempo, seinen Voraussetzungen und seinem Talent.

Für Kinder der Mittel- und Oberstufe:

Über ihren oft schon sehr ausgeprägten Musikgeschmack wird ein Stück aus der Violinliteratur gefunden, das sie vor allem erst einmal mögen und das zu ihrem Entwicklungsstand passt. Die darin enthaltenen Techniken (Skalen, Phrasierungen, Bogentechniken…) werden entsprechend individuell zusammengestellt, sodass auch hier eine ganz eigene Materialsammlung an Techniken und Violinliteratur entsteht. Mehr und mehr wird das selbstständige und effiziente Üben trainiert und das eigene Entwickeln und Variieren von Übungsfiguren in schweren Passagen geübt.

„VON ANFANG AN IM ENSEMBLE“

u32Jedes Kind, jeder Schüler kommt im Allgemeinen zweimal pro Woche zum Unterricht: einmal zum individuellen Einzelunterricht und einmal zum Ensemblespiel.
Das Ensemblespiel erweist sich oft als Motor für das Durchhalten und den eigentlichen Spaß am Unterricht, der ja auf einen langen Atem und auf viele Jahre ausgerichtet ist. Füreinander und miteinander proben macht einfach mehr Spaß, als für sich allein zu üben. Gelegentlich greifen die Gruppen ineinander über, indem die älteren Schüler die schweren Passagen der Jüngeren übernehmen und so der Gruppe mehr Stabilität verleihen – und oft auch ein Vorbild für die jüngeren werden.

 

Es entstehen immer wieder verschiedene Ensembles aller Altersstufen.